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  • Salon of Pioneers 31/5/2011

    Xerox and FASresearch started with an event series on the importance of pioneer-thinking and pioneer-values for our future.

    The first salon of pioneers brought together a high level group of CEOs and policy makers listening to a vivid conversation between Mag. Georg Kapsch, CEO of KAPSCH AG and President of the Viennese Section of the Federation of Austrian Industries and Dr. Harald Katzmair, FASresearch. Followed by a general discussion about the future of economy and society and delicious dinner at Procacci, Vienna. The participants experienced an entertaining and informative evening and are looking forward to the next “Salon of Pioneers”.

    Description (in German):

    Mit Pioniergeist gegen die Stagnation
    Xerox und FASresearch luden zum „1. Salon der Pioniere“
    Wien, 16. Juni 2011 –

    „Wer sind unsere Pioniere der Zukunft?“ Diese Frage diskutierte kürzlich Mag. Georg Kapsch, Unternehmer und Präsident der Industriellenvereinigung Wien, im Gespräch mit Dr. Harald Katzmair, Gründer von FASresearch, im Rahmen des „1. Salon der Pioniere“ von Xerox Austria und FASresearch. Unter den hochkarätigen Gästen befanden sich Mag. Maria Vassilakou, Vizebürgermeisterin der Stadt Wien und amtsführende Stadträtin für Verkehr, Klimaschutz, Energieplanung und BürgerInnenbeteiligung, Dr. Georg Kraft-Kinz, Generaldirektor-Stellvertreter der Raiffeisenlandesbank NOE-Wien, sowie DI Friedrich Stickler, Generaldirektor-Stellvertreter der Österreichischen Lotterien.

    Mag. Sandra Kolleth, stv. General Manager von Xerox Austria, eröffnete die Veranstaltung und machte deutlich, warum der Salon initiiert wurde: „Dieser erste Salon war der Startschuss einer Veranstaltungsreihe, die wir zum Meinungs- und Wissensaustausch, aber auch zur Unterhaltung in exklusiver Runde, nutzen wollen. Er soll die Horizonterweiterung und den Pioniergeist fördern und fügt sich damit nahtlos in aktuelle gesellschafts- und wirtschaftspolitische Diskussionen ein. Xerox,
    die sich in den letzten Jahren von einem reinen Technologie- zu einem Dienstleistungsunternehmen gewandelt hat und heute Marktführer im Bereich Dokumenten- und Geschäftsprozessoutsourcing ist, möchte mit dem Salon eine Plattform für die ernsthafte Diskussion brennender Fragen bieten: Wie wird Veränderung möglich, wie kann Pioniergeist stagnierende Rahmenbedingungen in Wirtschaft, Gesellschaft und Politik überwinden?“

     

    Drei Handlungsfelder für Pioniere

    Georg Kapsch plädierte am Beginn des Gesprächs mit Harald Katzmair dafür, eine Vision für Österreich zu entwerfen: „Es muss sich endlich etwas bewegen. Beispielsweise müssen wir besser vermitteln, warum wir zu Europa gehören und warum Europa insgesamt gut für Österreich ist. Es geht darum, klar zu machen: Wo liegt die Zukunft, welche Chancen gibt es und welche Maßnahmen sind zu setzen.
    Wenn wir uns in 20 Jahren wieder treffen, wünsche ich mir ein gesellschaftspolitisch offenes Land, in das Menschen von überall her kommen möchten, weil es hier viel zu erleben und Wissen zu erwerben gibt. Ein Land, in dem man sich gern niederlassen und mitgestalten möchte.“ Deshalb gehe es darum, mit Pioniergeist den Stillstand zu durchbrechen und hier sehe er drei wesentliche Handlungsfelder: Bildung, Forschung & Entwicklung, Sanierung des Budgets.

    „Wir müssen uns stärker auf die Zukunft als auf die Vergangenheit und Gegenwart konzentrieren. Dabei steht Bildung an erster Stelle. Wir müssen zu allererst in die Basis, in Allgemeinbildung, investieren und in zweiter Linie in die Fachausbildung. Dafür gehören die Strukturen geändert und kräftig investiert. Es ist der falsche Ansatz, bei Bildung zu sparen“, umriss Kapsch das erste Handlungsfeld, das Pioniergeist für die Veränderung benötige.

    Im Bereich Forschung & Entwicklung ginge es nicht darum, sich an Benchmarks zu orientieren, führte Kapsch weiter aus, sondern am Output und sich zu fragen, wie die Stärken eines Landes, die historisch gewachsen sind und erarbeitet wurden, weiter verstärkt werden können. Deshalb gebe es von ihm ein klares Ja zum produzierenden Standort Österreich, ohne den langfristig auch die heimische Forschung & Entwicklung verloren ginge. Katzmair pflichtete bei, Benchmarks nicht als das Um und Auf für jede Orientierung zu betrachten: „Eine Benchmark liefert mir zwar eine Skala und das macht die Einordnung leichter. Aber nehmen Sie die Universitätsvergleiche her: Ich kann die Uni Wien nicht mit Stanford vergleichen. Es geht eher darum, zu überlegen, welches Potenzial erkennbar ist und welche Visionen es für die zukünftige Entwicklung gibt.“

    Als drittes Handlungsfeld, um aus der „Erstarrung“ herauszukommen, nannte Kapsch die Sanierung des Budgets. „Wir alle, auch die Industrie, sind gefordert, unseren Beitrag zur Sanierung des Budgets zu leisten. Große Brocken wie die Pensionsreform oder die Reform des Gesundheitswesens müssen endlich angegangen werden.“ Dafür sei die Entwicklung eines Gesamtkonzepts, das auf Verteilungs- als auch Leistungsgerechtigkeit beruhe, notwendig, aber das fehle momentan.

     

    Pionierleistung mit Tragweite

    Kapsch meinte, dass große Pionierarbeit besonders im Bereich Informations- und Kommunikationstechnologien geleistet wurde: Das Internet beispielsweise habe die Welt auf den Kopf gestellt, neue Technologien könnten viel Positives bewirken. Kapsch: „Ohne das Internet wären Entwicklungen wie heute in Nordafrika und im Nahen Osten nicht möglich und ohne IKT wäre die Globalisierung der Wirtschaft undenkbar gewesen.“

     

    Echte Pioniere?

    Und wer ist eigentlich ein Pionier und welche Eigenschaften sind damit verknüpft? „Pioniere müssen mutig sein, dürfen keine Angst haben, zu versagen, dürfen keine Hintertür offen lassen, müssen neugierig sein und etwas verändern wollen. Und nicht zuletzt sollten sie Verantwortungsbewusstsein haben“, fasste Kapsch zusammen. Als Beispiele für „echte Pioniere“ nannte er den Sozialreformer Robert Owen oder Gelehrte wie Leonardo da Vinci oder Gottfried Wilhelm Leibniz. Auch Unternehmer oder Mediziner hätten mit vermeintlich kleinen Erfindungen große Wirkung erzielt.

    Katzmair fragte abschließend, was denn zu tun sei, um Pioniere und den Pioniergeist zu fördern. Kapsch: „Wir müssen Menschen fordern und fördern. Und damit ist früh zu beginnen. Wir müssen unsere Kinder motivieren und neugierig machen, denn nur so entwickelt sich ein Pioniergeist, den wir für die Zukunft brauchen“.

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